Die neue Kultur des Miteinanders

Die neue Kultur des Miteinanders ist eine Kultur der Bewusstheit und des Herzens.

Sie fördert emotionale Intelligenz. Kognitive Intelligenz ist mehr oder wenig statisch, emotionale Intelligenz hingegen lässt sich ein ganzes Leben lang weiterentwickeln und ist wesentlich für ein glückliches und erfolgreiches Leben.

Achtsamkeit den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen gegenüber, Eigenverantwortung für diese und eine transparente, gewaltfreie Kommunikation um für sie einzustehen, sind ein Übungsweg dahin – dafür braucht es Zeit.

Gefühle sind nicht so schnell wie Gedanken.

Gefühle brauchen Zeit: Momente für Achtsamkeit und In-sich-hineinspüren. Gefühle wollen gefühlt werden, Bedürfnisse daraus erspürt werden. Das dauert ein paar Atemzüge. Wenn die Geräusche im Außen verstummen, wird die Stimme im Innern lauter.

Gedanken hingegen jagen uns in einem ganz anderen Tempo durch den Kopf – häufig unbeachtet – und rauben uns geradezu den Atem – wer kennt nicht dieses „Flach-atmer-Hamsterradgefühl“ ?
Und wer kennt eigentlich all seine Gedanken? Wie viele davon sind uns bewusst? Welche Gedanken wollen wir wirklich denken? Gedanken sind wie Lokomotiven: sie ziehen Gefühle hinter sich her. Was wir denken, bestimmt unsere Gefühle. Unsere Gefühle bestimmen wie wir handeln, sprechen und wieder denken.
Aber wir können diese Lok steuern. Wir können uns darin üben unsere Gedanken bewusst werden zu lassen und zu entscheiden, welche wir weiter verfolgen wollen und welche wir dankend loslassen – „selbstbestimmtes Denken“ – um das zu üben brauchen wir Zeit, Verlangsamung.

„Tätigkeit die aus der Muße lebt:
ein Glück das Tun und Sein zur Einheit webt.“

Dr. Carl P. Fröhling

Leben wir so, tief verwurzelt in uns selbst und in der Welt, wissen wir wer wir sind, dann können wir, wenn die Zeit reif ist, aus diesem inneren Frieden heraus unsere Seelenpläne mutig, kraftvoll und kreativ in die Welt tragen und die Welt mit vielen Blüten und Früchten beschenken. Das ist Friedensbildung.

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